Unsere Vögel im Park

Von Brigitte Gisler - Mai 2002

Trotz Muttertag und nicht gerade einladenden Witterungsverhältnissen fanden sich am 12. Mai 2002 um 8.00 Uhr ca. 30 Personen zum vogelkundlichen Spaziergang durch den Kannenfeldpark ein. Unter der Leitung von Sandro Gröflin machten wir uns auf, den Vögeln im Park nachzustellen.


Als erstes begegnete uns ein wunderschöner Eichelhäher. Sandro Gröflin klärte uns darüber auf, dass der Eichelhäher die anderen Vögel vor Gefahren warne. Ob er dies in unserem Fall getan hat?

Daraufhin trafen wir eine Amsel und unsere Blicke wurden von unserem kompetenten Exkursionsleiter auf ein Loch in einem Baumstamm gelenkt. Dieses ist vor einigen Jahren von einem Buntspecht in den Stamm gehackt und als Brutstätte benutzt worden. Dieses Jahr wird die Baumhöhle von einem Star bewohnt, der dort gerade seine Jungen füttert.

An dieser Stelle erfuhren wir, dass die meisten Vögel in Baumkronen, in Hecken oder am Boden brüten und nur gewisse Vogelarten auf Höhlen angewiesen sind. Zu den sogenannten Höhlenbrüter gehören, der Star, der Buntspecht, die Kohlmeise und der Kleiber. Der Star kann alte oder neue Nester aus den Baumhöhlen räumen und diese dann für seine Brut in Anspruch nehmen. Der Kleiber verklebt gern die Höhleneingänge mit Lehm auf seine Körpergrösse zu, um sie so vor fremden Eindringlingen zu schützen.

NistkastenIm Kannenfeld verfügen diese Vögel dank altem Baumbestand über ca. 20 natürliche Baumhöhlen sowie über zahlreiche Nistkästen, welche von der ornithologischen Gesellschaft Basel unterhalten werden. Einen besonders grossen Kasten hat man installiert um dem Waldkauz ein "Heim" für seine Aufzucht zu bieten. Dieser Kasten wird aber zur Zeit von einer Eichhörnchenfamilie in Anspruch genommen.

Im Kannenfeldpark wird in den Randzonen und um die Bäume das Gras nur noch zweimal jährlich geschnitten und an verschiedenen Stellen wurden einheimische Büsche gepflanzt. Dadurch werden natürliche Brut- und Nahrungsmöglichkeiten für verschiedene Tiere geschaffen.

Insbesondere würde man mit diesen Hecken gerne, den zur Zeit aus dem Park verschwundenen Gartenrotschwanz wieder in den Kannenfeldpark locken.
Auf unserem Rundgang durch den Park begrüssten uns verschiedene Vögel "persönlich", wie die Kohlmeisen, ein Bundspecht, Strassentauben und Amseln. Weitere wie der Zilpzalp, der Buchfink, der Grünfink und die Mönchsgrasmücke meldeten sich mittels Gesang.

Es war eine sehr interessante Führung und wir werden bestimmt alle, die an dieser Exkursion teilgenommen haben den Park nun mit ganz anderen Augen und Ohren erleben.

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